Städtequilt …

… heute war die neue Mitgliederzeitschrift der Patchwork Gilde Deutschland in der Post. Da warte ich immer sehr gespannt drauf. Wegen der vielen tollen Artikel und Anregungen aus der Patchwork- und Quiltwelt. Aber dieses Dezemberheft war  ein besonderes für mich, weil – meine Anleitung für das Städtequiltprojekt endlich erscheint. Schon seit dem Abgabetermin Anfang Oktober warte ich gespannt auf das Heft und nicht nur wegen meiner Arbeit, sondern auch weil ich neugierig darauf bin, wie es euch gefällt. Ich habe versprochen noch weitere Fotos zu posten und ich helfe euch auf gerne beim Nähen. Also scheut euch nicht und fragt mich alles, was ihr wissen wollt oder was euch nicht klar ist. Entweder hier auf dem Blog oder bei facebook oder per mail. Ich helfe euch gerne.

Für den „Himmel“ habe ich mehrere helle Stoffstücke zusammen genäht und so einen langen Streifen erhalten. Denkt bitte daran die Nahtzugaben auseinander zu bügeln. Das macht das Sticken anschließend einfacher. Wer kein zusammengesetztes Stück möchte, kann natürlich auch nur mit einem langen Streifen arbeiten. Geht genauso gut.

Jetzt legen wir die beiden Stoffstreifen hell und blau übereinander und machen einen Wellenschnitt. Das habe ich im Heft schon ausführlich beschrieben. Hier noch mal ein paar Fotos. Wirklich nur eine ganz schmale Nahtzugabe nähen, sonst funktioniert das nicht. Und die Welle soll auch flach gehalten werden, also keine großen Bögen schneiden!

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Stickpapier oder Stickvlies (das hat den Vorteil, das man es nicht unbedingt heraus trennen muss) kommt jetzt auf die Rückseite. Passt auf, dass ihr alles genau positioniert. Schiefe Gebäude sehen nicht so schön aus! Wir können zwar am Ende noch ein wenig nach schneiden und begradigen, aber da das Ganze ja zusammenhängt ist es evtl. etwas schwierig.

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Jetzt geht es ans Sticken und hier ein guter Rat: macht euch unbedingt ein Probesandwich und übt das Nähen der Linien. Es lohnt sich. Ihr könnt dann auch genau sehen, ob der Faden passt, die Spannung ausreicht und ob ihr gerade genug näht. Beim zweiten Mal geht es dann schon viel besser und das ist ja dann der eigentliche Quilt. Auftrennen ist bei dieser Technik leider nicht so prickelnd.

Und so sollen die einzelnen Motive aussehen. Das Quilting kann jede nach eigenem Geschmack machen. Ich habe mich für großzügiges Stippling  für den Himmel und Spiralen und Fische für den Fluss entschieden. Und zum Schluss kann noch der Namenszug Saarbrücken eingefügt werden, auch mit der Maschine – oder von Hand.

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Und so sieht der Quilt im Ganzen aus. Wem das rustikale Einfassen der Kante mit blauem Garn nicht gefällt, kann natürlich ein ganz normales Binding annähen oder den Quilt verstürzen. Geht alles.

Ich wünsche euch viel Spaß mit meinem Heimat-Städte-Quilt-Saarbrücken …

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… weiter gehts

Im nächsten Jahr gibt es tolle Veranstaltungen. An zweien bin ich mit Kursen und meiner Einzelausstellung „Von Fischen, die in Räumen schweben“ dabei.

Einmal am 02. und 03. Juni bei den Patchworktagen in Celle. Dort stelle ich meine Innenräume aus und geben einen Halbtageskurs zum Thema „Collage“ und Freies Quilten. Ihr könnt mit mir weiter an den Häusern zum Garnweg nähen und eure eigenen Häuser entwerfen.

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Im September gibt es eine neue Ausstellung „Grits Life & friends“ in Suderburg. Auch dort bin ich mit einer Einzelausstellung zu sehen und gebe hier zwei Kurse.

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Weiter Infos erhaltet ihr bei den einzelnen Veranstaltungen.

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Auch die Tradition bis Moderne ist nächstes Jahr an vielen Orten zu sehen. Mein Quilt „Zart“ ist dabei und auch die WQC-Quilts mit „Eifersucht“ könnt ihr nächstes Jahr in Karlsruhe bewundern.

Also viel los im Lande!

Die Zeit vergeht ….

…..  und es ist wirklich schon ziemlich lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Das sollte sich wirklich ändern!

November ist es schon wieder. Heute fiel der erste Schnee, nur ein kleines bisschen zwar, aber immerhin. So früh gab es das schon lange nicht mehr.

Aber die stille Zeit – im Garten ist jetzt alles verwahrt – ist gerade dazu gemacht, sich an den Schreibtisch zu setzen und die Kurse für nächstes Jahr zu planen. Und da wird allerhand los sein.

Erstmal meine Kurse bei der Volkshochschule . Da gibt es drei Blöcke im nächsten Jahr.

Im Februar und März  steigt ein großer Taschenkurs. Neben einer richtig tollen Reisetasche, gibt es noch Umhängetaschen, eine sehr schöne Abendtasche und diverse Behälter.

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Im Sommerkurs Mai bis Juni werden wir uns ganz dem  Handnähen verschreiben. Dann zeige ich meinen Kursteilnehmerinnen wie man ohne Nähmaschine Stoffteile zusammen näht, wir lernen Papierschablonen mit Stoff zu umnähen und daraus z.B. eine kleine Tasche zu nähen.

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Und im Herbst gibt es einen tollen Quilt im Kaleidoskopmuster. Der hat es in sich und kann auf dreierlei Art genäht werden, ganz wie die eigenen Nähkenntnisse es zulassen.

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Alle Kurse findet ihr im Programm der Kreisvolkshochschule Neunkirchen. Ich freue mich immer über neue Gesichter im meinen Kursen.

Das sind aber jetzt nur die Kurse hier bei mir zu hause. Ich bin auch noch im Rest der Republik unterwegs. Dazu später mehr.

Frankreich ….

…. war wieder sehr schön. Nein, nicht ganz Frankreich (das ist natürlich auch toll!) aber wir sprechen jetzt mal nur von einem kleinen Teil  und zwar dem Elsass und da ganz genau das Silbertal und noch genauer: Saintes Marie-aux-mines. Wie jedes Jahr auch heuer DAS Mekka für Patchwork- und Quiltbegeisterte. Für mich ein Pflichttermin, den ich sowas von gerne wahrnehme!  Neue Leute kennenlernen, Bekannte treffen, durch die Ladenpassage stromern und Inspirationen  sammeln und natürlich viele tolle Quilts und Ausstellungen sehen.

Und davon gab es dieses Jahr wieder jede Menge. Ganz große Kunst, ein super bestückter Wettbewerb, entzückende Patchworkarbeiten. Informative Einblicke in die Welt der Amish, Ausstellungen in die  frau eintauchen musste, um den ersten Eindruck zu verfestigen oder sogar zu revidieren. Nur das Wetter spielte nicht mit. Kalt und nass wars gestern. Was der guten Laune keinen Abbruch tat. Und in den Hallen konnte man sich dann wieder trocken legen und aufwärmen!

Kommen wir aber zu den Quilts. Eigentlich mache ich fast keine Fotos mehr auf Ausstellungen, aber für meinen Blog habe ich dann doch ein paar Höhepunkte fotografiert. Es war wegen der Menge an Menschen kein leichtes Unterfangen und nicht alle Bilder sind auch toll geworden. Aber es wird gehen. Und es ist ja sowieso besser, sich das alles in natura anzusehen.

Mein erster Halt war in diesem Jahr Lièpvre. Dort hatte die Deutsche Gilde die Ausstellung „Tradition bis Moderne XI“ ausgestellt – und da konnte ich meinen Quilt „ZART“ und die ganze Sammlung zum ersten Mal live sehen. Wer die Arbeiten schon in Fürth bewundern konnte wird mir zustimmen – wirklich tolle Quilts sind das. Nicht nur meiner!

 

 

 

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In der Kirche de l’Assomption die Ausstellung „Pas de deux“ der deutschen Künstlerin Hildegard Mueller und gegenüber die Artquilts von Romana Cerna (CZ) zu bewundern.

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La Ligne rouge , Gabrielle Paquin

Eindrucksvoll auch die Quilts von Gabrielle Paquin (FR), die ihre Ausstellung grafischer Quilts präsentierte. Sie verwendet fast ausschließlich Streifenstoffe und weiß diese excellent zu vernähen.

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Envol II, Gabrielle Paquin

Beeindruckend auch die Arbeiten  von Ian Berry (UK), der mit Denim die fantastischsten Bilder kreiert.  Erst aus der  Nähe ist die Dreidimensionalität    erkennbar.

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Behind closes Doors , Ian Berry

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Ian Berry

Mein Highlight war die Ausstellung von Mirjam Pet-Jacobs (NL). Ihr gilt meine Verehrung und größte Achtung vor ihrem Werk. Wieder einmal hat sie eine einmalige Ausstellung geschaffen: „Was für eine Verschwendung“. Der weltweit produzierte Abfall in der Textilindustrie ist ihr Anliegen. Sie hat neben Resten auch alte Kleider, Quilts und Stickereien verwendet und möchte die enorme Arbeitsleistung der Macher in aller Welt ehren und eine Plattform geben.

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Mirjam Pet-Jacobs

„Vision on Textile“ – persönliche Wahrnehmungen zeitgenössischer Themen im Zusammenhang mit der Vergangenheit. Willy Doreleijers schafft ganz wunderbare Arbeiten, die durch Leichtigkeit im Material, Zartheit der Farben und prägnanten Quiltlinien überzeugen. Da habe ich jetzt aber leider kein Foto von. Schade.

Was gab es noch zu sehen? Beeindruckend auch die Quilts von Nancy Crow & The Dairy Barn Arts Center und  die der Quilts National ’15.

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On her road to …,  Brigitte Kopp (DE)

Auf den ersten Blick kein Aha-Erlebnis, aber beim näheren Hinsehen doch entzückend. Wenn man diesen Begriff im Zusammenhang mit Lea Stansal’s (FR) Arbeiten gebrauchen darf. Überbordende Stickereien und Nadelarbeiten, integrierte Alltagsgegenstände, dreidimensionale Objektrahmen, genäht selbstverständlich, und Quilts. Die Welt der Mme Stansal ist bunt und üppig.

Tja, für mich ist Saintes Marie 2017 schon wieder vorbei, aber ihr alle, die ihr noch nicht da wart …. der Weg lohnt sich und ihr werdet wirklich tolle Sachen sehen können! Also auf nach La France!  Und das Wetter soll ja auch besser werden. Ansonsten

à bientot bis nächstes Mal …

 

 

FaRK ……

…. schon ein paar Jahre gibt es in der alten Grubenanlage und den Wassergärten in Landsweiler-Reden (http://www.erlebnisort-reden.de/erlebnisort/der-wassergarten/) das FaRK – Fantasie- und Rollenspiel Konvent. Das ist ein bisschen wie Fasching im Sommer.

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Okay, es geht um mehr als nur Fasching. Die Verkleidungen sind sehr aufwendig und ganz speziell auf verschiedene Fantasie- und Kinofilmwelten abgestimmt. Und  es war eine tolle Show!

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Steampunk – die schönsten Kostüme!

Bei herrlichem Sommerwetter wandelten unzählige Gestalten in den Gärten und Bauten der alten Anlage. Verwitterte Mauern, lose Kabel, mächtige Stahlbauten, dazu Seerosenteiche, Wasserwände, alte Hallen und Werkstätten – alles passte super zusammen.

 

Das Ganze war  eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten mehrerer Hilfsprojekte und wir haben gerne unseren Wegezoll geleistet. Es war ein toller Tag in Reden.

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Faszinierend: diese Kopfbedeckung

Ganz im Sinne der alten Industriekultur habe ich vor einiger Zeit einige Arbeiten zu diesem Thema gefertigt. Für den kleinen Quilt „Frühling im Stahlwerk“ und den großen Quilt „Stahlwerk“ habe ich Fotos vom alten Hüttengelände in Völklingen  (https://www.voelklinger-huette.org) auf Stoff gedruckt und sie in meinen Arbeiten vernäht.

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Stahlwerk, 2016

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Der Miniquilt „Frühling im Stahlwerk“, 2015

Das Gleiche habe ich auch mit Fotos aus Reden vor. Da gibt es vieles zu entdecken ….

 

 

Noch ohne Titel …

… es passiert mir ja selten, aber der neue Innenräume-Quilt hat noch keinen Namen. Ich hatte diese wunderschönen Heide Stoll-Weber Reste. Die Farben waren so stimmig und ich musste einfach loslegen.

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Die Arbeit ging mir so rasch von der Hand und der neue Quilt gefällt mir so gut.

Und schon wieder hat die Arbeit an dieses Projekt neue kreative Prozesse angestoßen. Die Innenräume verändern sich und wachsen.

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Der neue Quilt, noch ohne Namen.

Sonntagsspaß …

… vor kurzem gab es einen Sonntagsausflug der besonderen Art. Wir sind zum Kettensägen Festival ins nahe gelegene Bliesen gefahren. Der Ort liegt im schönen St. Wendeler Land, wo es neben der Touristenattraktion Bostalsee, Center Parcs, Hotels und vieles mehr auch jede Menge Natur und Wald gibt.

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Und da hat eine Holzfällerfirma (Garten- und Landschaftsbau und Holzwirtschaft!) seit ein paar Jahren ein Kettensägen Festival auf die Beine gestellt.

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Was frau da zu suchen hat? Naja, es gab schon vieles für den Mann: Spaltmaschinen, Kettensägen,  Zubehör für Kettensägen, Äxte, Holzfällerwettbewerb, Steaks und Bier  … Wobei Steaks und Bier ja auch Frauen ganz schmackhaft finden. Ich jetzt nicht so – bin schon seit Jahren Vegetarierin, aber es gab auch Kaffee und Waffeln. Und  –  es gab: Skulpturenschnitzer.

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Und jetzt nicht  mit Messer und Feile und klein klein. Nein, mit der Kettensäge und schwerem Gerät!  Das war ein Lärm! Aber die fertigen Sachen waren richtig super. Hier ein paar Eindrücke. Leider konnte ich die Künstler nicht nach Namen und Titeln fragen, die waren kaum ansprechbar und Visitenkarten gab es auch keine. Aber tolle Sachen zum Staunen.

DSCF2371DSCF2389Und das wurde wirklich alles mit Kettensägen jeder Größe geschnitzt. Wahre Künstler sind das. Ein Holzblock und dann das! Super!